Denn sie prägen die Nachfrage

Die geburtenstarken Jahrgänge verantworten heute einen hohen Anteil am privaten Konsums und stellen die Mehrheit der Zeitungsleser.

Zeitungsleser und Online-Nutzer Münchner Merkur Altersgruppen

Sagt der Mediaplaner: „Eure Leser werden ja auch stetig älter.“
Entgegnet der Zeitungsmanager: „Stimmt, jedes Jahr um ein Jahr.“

In der leicht augenzwinkernden Antwort steckt mehr als das berühmte Körnchen Wahrheit. Eher ein ganzes Kornfeld. Die heute 45 bis 65-jährigen gehören zu den geburtenstärksten Jahrgängen und stellen die mit Abstand größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Und alle sind sie einst mit ihrer Tageszeitung als maßgebender Informationsquelle großgeworden. Während in den 50er und 60er Jahren 24,2 Millionen Menschen in Deutschland auf die Welt kamen, waren es in den darauffolgenden zwei Dekaden nur noch 17,1 Millionen, sprich bald ein Drittel weniger. Es ist also nicht sonderlich verwunderlich, dass die geburtenstarken Jahrgänge heute einen bedeutenden Teil der Tageszeitungsleser stellen.

Kurzer Einschub: Um Sie hier gleich mal im Kopf umzuparken: Sollten vor ihrem geistigen Auge gerade versehentlich betagte ältere Damen und Herren aufgetaucht sein – falsche Richtung! Till Schweiger, Stefan Raab, Jan Josef Liefers, Brad Pitt, Barack Obama, Christine Neubauer, Anke Engelke, Marie Bäumer, Sarah Jessica Parker, Halle Barry, sie alle haben das Licht der Welt in den 60er Jahren erblickt.

Die über 50-jährigen verantworten schon heute einen Großteil des Konsums

Eine andere, auch für unsere Anzeigenkunden angenehme Wahrheit ist, die über 50jährigen verantworten schon lange einen Großteil des Konsums in Deutschland. Sie lesen Print, machen die Mehrheit der Fernsehzuschauer aus und haben oft zum Leidwesen ihrer Kinder auch längst Facebook gekapert.

Wenn wir ehrlich sind, dann klafft doch für die allermeisten Menschen spätestens ab dem dreißigsten Lebensjahr eine sich stetig ausweitende Lücke zwischen notariellem Alter und selbstempfundenen Alter. Alt sind schließlich immer nur die anderen („Also eigentlich fühle ich mich seit Jahren immer noch wie 28…“)

Sollten Sie aber dennoch weiterhin felsenfest die Auffassung vertreten, dass nur die Leser zwischen 14 und 49 Jahren für Werbebotschaften empfänglich sind (also nicht Till Schweiger), um anschließend beispielsweise neue Smartphones, Fernseher, Sofas, Jogging-Schuhe oder Neuwagen zu erwerben, dann ist das auch in Ordnung. Jeder Dritte unserer Zeitungsleser gehört zu dieser Zielgruppe. Und wenn Sie zu denen gehören, die ihre Inhalte und Werbebotschaften am liebsten reichweitenstark crossmedial spielen, dann sind die Altersgruppen unserer Titel sowieso wunderbar ausbalanciert, wie die Grafik dieses Artikels oben zeigt.

Quelle Altersgruppen: Statistisches Bundesamt