Die gemeinsame Wertanlage heißt Vertrauen

Die Sparkasse Freising möchte „näher am Menschen” sein. Die Heimatzeitung hilft ihr dabei. Vom Freisinger Tagblatt erfährt der Bankenchef, was seine Kunden bewegt.

Johann Kirsch und Rudolf Gebhard Sparkasse Freising
Im Gespräch: Sparkassen-Pressesprecher Rudolf Gebhard, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Johann Kirsch und Manuel Eser, Redakteur des Freisinger Tagblatt.

Sein Kapital ist die Leidenschaft für den Beruf. Seit 42 Jahren ist Johann Kirsch (58) im Geschäft, und noch immer macht es dem Chef der Sparkasse Freising Spaß. „Ich hatte schon immer ein großes Interesse für Zahlen und Finanzen. Die haben mich in den Beruf getragen“, erzählt der Vorstandsvorsitzende. Hinzugekommen sei später eine Faszination für den Menschen. „Im Umgang mit Kunden lernt der Banker viele Träume und Ängste kennen. Da bin ich auch mal als Psychologe gefragt.“

Für Kirsch ist es oberste Prämisse, das Sparkassen-Motto „Näher am Menschen“ mit Leben zu füllen. Und da ist für ihn die Heimatzeitung ein wichtiger Partner. „Die regionale Verwurzelung und die Verantwortung für die Menschen und die Unternehmen hier – das teilen die Sparkasse und die Lokalzeitung“, sagt Kirsch. „Das Freisinger Tagblatt spricht mit den Menschen in der Region, hört ihnen zu und versteht sie.“ Daher liest auch er täglich beim Frühstücksmüsli die Zeitung. „Wenn ich ein kompetenter Gesprächspartner für meine Kunden sein will, muss ich wissen, was sie bewegt.“ Und auch im Hinblick auf die eigenen Beschäftigten spielt die Themensetzung in der Presse eine wichtige Rolle. „Wenn etwas abgedruckt ist, dann ist es für die Mitarbeiter oft verbindlicher, als wenn es bei internen Briefings angesprochen wird.“

„Nachdem es in der Zeitung stand, waren die Kunden im Vorfeld gut informiert, und die Mitarbeiter wussten, dass es jetzt ernst wird. Dass sie sich in Form bringen müssen.“

So wandte sich der Sparkassen-Chef bei einem wegweisenden Projekt im Frühjahr 2017 an das Freisinger Tagblatt. Nach zwei Jahren Planung und noch vor dem Startschuss machte Kirsch sein Herzensprojekt, die S-Online-Beratung, in der Heimatzeitung publik – mit einem großen Exklusivinterview und vielen Anzeigen. Das Projekt, dass Kunden online via Chat mit ihrem Sparkassenberater kommunizieren können, lief erfolgreich an. „Nachdem es in der Zeitung stand, waren die Kunden im Vorfeld gut informiert, und die Mitarbeiter wussten, dass es jetzt ernst wird. Dass sie sich in Form bringen müssen“, sagt Kirsch. Macht sich die Medienpräsenz auch in Umsatzzahlen bemerkbar? „Wenn die richtigen Themen angesprochen werden, ist durchaus eine stärkere Nachfrage zu erkennen. Wir werden häufig auf die Anzeigen und Berichte im Freisinger Tagblatt angesprochen. Für unsere Kunden sind sie Impulse, verschiedene Finanzthemen zu regeln.“

Besonders gern erinnert sich Kirsch an die Online-Spenden-Aktion zum 175-jährigen Bestehen der Sparkasse im Jahr 2012. „Das war eine ganz spannende Sache.“ Verschiedene Akteure wie Vereine oder Initiativen konnten sich mit einem Projekt bewerben, das in der Zeitung vorgestellt wurde. Die Leser hatten die Möglichkeit zu voten, welche der Idee von der Sparkasse finanziell gefördert werden sollte. „Das kam wahnsinnig gut bei unseren Kunden an“, erinnert sich Kirsch. „Das Freisinger Tagblatt war da ein hervorragender Partner in der Öffentlichkeitsarbeit. Das ist sicher eine Aktion zum Wiederholen.“

Großen Verdienst an der guten Medienpartnerschaft hat die Anzeigenabteilung des Freisinger Tagblatt, wie Kirsch betont. „Wir erhalten bei der Öffentlichkeitsarbeit immer wieder gute Ideen“ betont Kirsch. „Und ich schätze es auch, dass die Freisinger Tagblatt -Anzeigenvertreter auch mal Bedenken äußern.“ Dieser kritische Umgang bringt den Mehrwert.“ Das Vertrauen, das da über Jahre aufgebaut wurde, ist das große Kapital der Heimatzeitung.

Text: Manuel Eser